Münzen und Medaillen

Für Sammler und Liebhaber

Münzen und Medaillen

Für Sammler und Liebhaber

Die ganze Welt der Numismatik


Numismatik bezeichnet die Wissenschaft, die sich mit dem historischen Geldwesen beschäftigt. Der Begriff geht heutzutage weit über den Begriff der Münzkunde hinaus. Die Numismatik beschreibt, katalogisiert und analysiert nicht nur Münzen, sondern auch andere Geldformen wie Papiergeld, Münzersatzmittel (Notmünzen, Marken und Zeichen) und vormünzliche Zahlungsmittel.


Ob Antike oder Moderne, Deutschland oder Ausland – wir führen Münzen und Medaillen sowohl für Numismatik-Neueinsteiger als auch für erfahrene Sammler, welche auf der Suche nach besonderen Stücken sind.

Mehrmals jährlich bieten wir einen interessanten Querschnitt aus allen Gebieten und Neuzugängen in unseren beliebten Katalogen an.


Die professionelle Betreuung unserer Kunden steht bei uns stets im Vordergrund. Als Mitglied im Verband der deutschen Münzenhändler e.V. garantieren wir für die Echtheit der von uns angebotenen Münzen und Medaillen sowie für marktgerechte Preise.

Themenwelt Münzen:




Eine Zeitreise durch die Geschichte der Numismatik

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie etwas mehr über die Geldgeschichte erfahren möchten, würden wir Sie gern mitnehmen auf eine kleine Zeitreise durch die Münzgeschichte und Ihnen die wichtigsten Etappen etwas näher erläutern.

Der erste Schritt hin zum Münzgeld beginnt im antiken Lydien des 7. Jahrhunderts vor Christus. Schon damals benutzte man Edelmetalle aufgrund Ihrer natürlichen Seltenheit als Schrötling. Diese ersten Münzen bestanden aus einer natürlichen Gold-Silber-Legierung, Elektron genannt.

Von Lydien aus verbreiteten sich die ersten Münzen schnell als Tauschobjekt über ganz Kleinasien und Griechenland. Mittels mythologischer Motive und sogenannter „sprechender Wappen“ von Tieren, Pflanzen und Geräten versuchten die Griechen, ihre städtische Identität zu betonen. Im Hellenismus vermittelten die Porträts der Herrscher dynastische Kontinuität.

Seit etwa 300 vor Christus wurden auch in Rom Münzen geprägt und mit ihnen zunehmend politische Inhalte vermittelt. Die Münzmeister der Römischen Republik betrieben Familienpropaganda und nutzten die Tauschobjekte, um Informationen im ganzen Land zu verbreiten. Erst Caesar ließ jedoch erstmals sein eigenes Bild auf eine Münze prägen. In der Kaiserzeit wurden dann neben den Kaiserporträts auch aktuelle außenpolitische Ereignisse verkündet. In der Spätantike wurden die Stempel flacher und die Münzbilder immer schematischer.

Nach der Teilung des Römischen Reiches übernahm Byzanz in der Osthälfte zunächst das Römische Münzwesen. Nach einer Münzreform entwickelte es jedoch in den folgenden Jahren einen eigenen Münzstil.

In der Völkerwanderungszeit ahmten die germanischen Reiche zunächst die römischen Münzen nach; sie setzten dann aber die Namen ihrer eigenen Fürsten darauf. Mit einer großen Münzreform schuf Karl der Große die Voraussetzung für das Münzwesen der folgenden Jahrhunderte. Im Mittelalter blieb der Denar oder auch Pfennig bis zum 13. Jahrhundert die einzige silberne Münze. Zumeist trugen sie nur den Namen des Prägeherren. Eine Sonderform waren die einseitig geprägten Brakteaten. Ab dem 13. Jahrhundert kamen dann mit dem zunehmenden Handel und Geldbedarf auch größere Münznominale in Gebrauch, zunächst der Groschen und später der Taler, daneben auch Goldmünzen.

Neben dem Münzwesen in Europa entwickelte sich in den islamischen Kalifaten in Nordafrika und dem Mittleren Osten ein eigenwilliges Münzsystem, da durch das Bilderverbot im Islam die Münzen auf beiden Seiten lediglich Schrift aufweisen.

In Altdeutschland bis 1871 hat sich die Prägetätigkeit – entsprechend den politischen Gegebenheiten - auf viele Einzelstaaten zersplittert, die alle das Münzrecht verliehen bekamen oder sich selbst aneigneten. Die Kaiser waren über die Jahrhunderte hinweg nicht mehr mächtig genug, das ihnen zunächst allein zustehende Recht zentral durchzusetzen. Einzelstaaten wie Bayern, Brandenburg-Preußen, Braunschweig-Hannover oder Sachsen entwickelten ihre eigenen Münzsysteme. Dies macht das Münzwesen im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation unübersichtlich, aber auch interessant für Sammler.

Im europäischen Ausland dagegen gelang es im Spätmittelalter und in der aufkeimenden Renaissance fast überall, das Münzrecht der Territorialstaaten nach und nach wieder in die Hand des Herrschers zu bekommen, so dass nur noch der König berechtigt war, Münzen zu prägen. In der Zeit des Kolonialismus wurde das europäische Münzsystem auch auf die anderen Kontinente verbreitet. Von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an haben manche Staaten ihr Münzrecht zur Ausgabe einer Vielzahl von Sammlermünzen genutzt.

Mit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 und der Einführung der Mark als zentrale Währung wurde die Zersplitterung in Deutschland weitgehend beseitigt.

Die Mark blieb unter verschiedenen Namen bis 2001 die Währung in ganz Deutschland und wurde dann – wie in anderen europäischen Staaten auch – durch den Euro ersetzt.

Neben Münzen als Zahlungsmittel gewann seit dem 19. Jahrhundert auch das Papiergeld in Europa zunehmend an Bedeutung und hat im täglichen Zahlungsverkehr mittlerweile eine gleichbleibende Stellung zu den Münzen erlangt.

Medaillen gibt es seit dem 14. Jahrhundert und sie sind im Laufe der Zeit ein immer wichtigerer Teil des künstlerischen Schaffens geworden. Es handelt sich um Prägungen oder Güsse aus Metall, zumeist in Silber oder Bronze. Preis- und Verdienstmedaillen werden für eine bestimmte Leistung, die jemand erbracht hat, verliehen; Erinnerungsmedaillen sollen die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse oder Personen wachhalten. Kunstmedaillen sind ein spezielles Mittel und eine spezifische Form des künstlerischen Ausdrucks. Die Grenzen zwischen den einzelnen Arten sind natürlich fließend. Sehr große Stücke heißen oft „Medaillons“, sehr kleine Stücke „Jetons“.