Schmuck

Für sie und ihn

Schmuck

Für sie und ihn

Feiner & erlesener Antikschmuck


Schmuck stellt immer ein Dokument seiner Zeit dar und offenbart dem Betrachter viel mehr als nur sein Erscheinungsbild. Er ist ein Spiegelbild der politischen und wirtschaftlichen Situation einer Zeit und der Entwicklungsstufe ihrer Gesellschaft. Beschäftigt man sich mit Schmuck vergangener Zeiten, so scheint die Zeit selber wieder lebendig zu werden. Machen Sie mit uns eine kleine Zeitreise durch vergangene Epochen. Tauchen Sie ab in die Welt des Schmuckes und dessen Wandels.


Das Schmuckgeschäft der Münzgalerie München ist eine der führenden Adressen in München, wenn es um besondere Schmuckstücke aus verschiedenen Epochen geht. Entdecken Sie in unserem Online Shop erlesene Schmuckstücke, welche wir Ihnen aus unserem aktuellen Sortiment präsentieren, oder werfen Sie einen Blick in unsere jährlich erscheinenden Kataloge und entscheiden Sie sich für ein stilvolles Unikat, das garantiert sämtliche Blicke auf Sie ziehen lässt.

Themenwelt Schmuck:




Eine Zeitreise durch die Schmuckgeschichte

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie etwas mehr über die Geschichte des Schmucks erfahren möchten, würden wir Sie gern mitnehmen auf eine kleine Zeitreise durch die Schmuckgeschichte und Ihnen die wichtigsten Etappen etwas näher erläutern.

Antiker Schmuck,
bietet nicht nur einen ästhetischen Genuss. Er eignet sich mehr als jeder andere Gegenstand, der uns im archäologischen Material zur Verfügung steht, für allgemeine Kulturbetrachtungen, da er mit dem Träger, der Person eng verbunden war und ist. Schmuck war nicht nur zum „Aufhübschen“ da, er wurde in schriftlichen Überlieferungen und Geschichten oft als Erkennungsmerkmal von Familien und Personen verwendet. Gebräuchliche Schmuckgestaltungen waren das Diadem, der Kranz, Ohrringe, Halsketten, Anhänger, Fingerringe und Armreifen. Als besondere Leitform ist die Nadel und Fibel zu erwähnen, die sich über die Jahrhunderte zur Brosche entwickelten. Viele Goldschmiedetechniken haben außerdem in der Antike ihren Ursprung. Heute findet man im Handel häufig Schmuckstücke mit Gemmen (Intaglio), Skarabäen oder antiken Münzen, die nur darauf warten, erneut Teil unseres Alltags zu werden.

Mittelalter
Grob gezeichnet umfasst die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert das Mittelalter. Eine Zeit in der die Welt in Aufruhr war, sich neu erfinden musste und der Christianisierung ins Auge sah. Schmuck wurde auf der Kleidung getragen und war in gehobeneren Kreisen mit prunkvollen Edelstein-Cabochons (Saphiren, Rubinen, Smaragden und Topasen) besetzt. Die Menschen waren überzeugt, dass die farbigen Steine sie vor der Pest, dem Tod oder bösen Geistern schützen. In der Gotik wurden die Steine sogar auf die Kleidung genäht. Almandineinlagen zierten viele Fibeln. Schmuck wurde auch als Geldersatz und Tauschmedium verwendet. Zudem war die mythische und symbolische Bedeutung wichtig...

... Eine Brosche wurde zum Beispiel für den Beschenkten zum Zeichen der Liebe und galt als Verlobungsgeschenk. Im 11. und 12. Jahrhundert schmückten sich die Männer mit Armreifen, Gürteln und Mantelspangen. Frauen aus höheren Kreisen trugen Ketten, Ohr- und Fingerringe sowie Fibeln. Von dem 12. Jahrhundert an schmückte man sich jedoch sparsamer nur mit Fingerringen und Fibeln. Amulette verloren mit der Christianisierung an Bedeutung und wurden durch christliche Symbole wie das Kreuz ersetzt. Eine große Bedeutung wurde den Ringen beigemessen. Männer und Frauen trugen sie an jedem Finger. Eine Ausnahme stellte der Zeigefinger dar, der als unsauber galt. Lediglich Siegelringe wurden von mittelalterlichen Kaufleuten am Zeigefinger getragen, da es schlicht praktischer war, mit dem Zeigefinger die postalische Korrespondenz der damaligen Zeit zu versiegeln. Im 15. Jahrhundert zierten emaillierte figürliche Darstellungen und Blumenmuster die Schmuckstücke.

Rokoko und Klassizismus ,
sind beides Epochen, die geprägt waren von dem Leben am Hofe. Sie entstanden an den Residenzen der Fürsten, die mit Hilfe strahlender Edelsteine den Luxus und Glanz der Zeit vorlebten. Die Formsprache des Rokokos unterscheidet sich jedoch von der des Klassizismus. Florale und ornamentale Motive waren Mitte des 18. Jahrhunderts äußerst beliebt und reich besetzt an farbigen Steinen. Die ausladende und üppige Kleidung bedingte es, dass Schmuckstücke wie Kreuze, Anhänger oder Broschen an Bedeutung gewannen, denn sie konnten an der Kleidung angebracht werden. Mit dem veränderten Zeitgeist der Französischen Revolution änderte sich auch der Schmuck, der zu Beginn relativ schlicht erschien. Er sollte einfach in Stil, Form, Material und Ausführung sein und sich von dem ausgeführten Schmuck des Adels absetzen...

... Zudem besann man sich auf verschiedene Elemente der Antike zurück, die auch Einzug in die Mode und Haartracht der Damen hielten. Es kam in Mode, Gemmen und Kameen in jeglicher Schmuckart zur Schau zu stellen. Zum Teil waren es antike Gemmen, aber es folgten auch erste Nachahmungen. Der Klassizismus ist nicht nur von einer stärkeren Stilisierung der Ornamente und Elemente geprägt, zudem nahm die Farbigkeit des Schmucks ab. Perlen, Diamanten oder Diamantimitationen wurden nun mehrheitlich verwendet. Gegen Endes des 1. französischen Kaiserreiches wandelte sich die Mode aber wieder in Richtung des vergangenen 18. Jahrhunderts und das konventionelle Design gewann wieder die Oberhand. Es entstanden funkelnde Juwelen, die meist in Silber gefasst und dann mit Gold vereint wurden.

Biedermeier
In der Kunstgeschichte wird der Zeitraum zwischen 1815 bis 1848 als "Biedermeier" bezeichnet. Nach den Unruhen der Befreiungskriege, die gegen Napoleon geführt wurden, kam es zur Neuordnung geografischer Grenzen (Wiener Kongress) und zur Wiederherstellung (Restauration) früherer Herrschaftsbereiche. Der Durchschnittsbürger hingegen war dankbar dafür, dass er wieder ein ruhigeres Leben führen durfte. Man besann sich auf die eigene behagliche häusliche Welt, wo man sich auf idyllische Weise geborgen fühlte. Die Romantik setzte gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein und hatte ihren Höhepunkt zur Zeit des Biedermeier. Sie war eine Gegenbewegung zur Aufklärung und den Richtlinien des Klassizismus. Mit der Romantik kam die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit auf, was sich auch im Schmuck widerspiegelt. Die Kleidung und Mode wurde einfach und hatte bürgerlichen Charakter, Röcke wurden wieder lang und weit, die Taillen sehr eng und die Ärmel weit und bauschig...

... Im Schmuck dominierte der Freundschaftsschmuck (Portrait-Miniaturen, Symbole der Freundschaft und Liebe), Trauerschmuck (Medaillons mit Haarlocken, schwarz emaillierte Broschen und Anhänger), Andenken- oder Souvenirschmuck (Glasmosaiken, Landschaftsminiaturen, Lavaschmuck) und Haarschmuck (geflochtene Armbänder oder Ketten). Der Stil des Schmucks entspricht weiterhin dem 18. Jahrhundert. Jedoch zeigt er einen Rückgriff auf naturalistische Motive, antikes Formgut und mittelalterliche Vorbilder. Prestigeschmuck aus Gold mit Diamanten oder wertvollen Edelsteinen konnten sich nur wenige in den ärmlichen Zeiten leisten. Man griff daher zu günstigeren Materialien und kleineren Steinen. Die neu entwickelte Presstechnik kam dem veränderten Formgefühl sehr entgegen. Sie ermöglichte es, füllig erscheinende Formen aus hauchdünnem Goldblech, dem so genannten Schaumgold, herzustellen. Großer Beliebtheit erfreute sich die Verwendung von Amethyst, Topas, Citrin, Aquamarin, Granat, Koralle und Türkis.

Historismus (1850-1895)
Historismus ist eine Epoche zwischen Tradition und Moderne. Viele neue Errungenschaften im Kommunikations- und Verkehrsbereich beschleunigten das Leben und die zunehmende Industrialisierung brachte neuen Reichtum. Archäologische Ausgrabungen brachten sensationelle Funde und vergessene Goldschmiedetechniken zu Tage, die einen starken Einfluss auf die zeitgenössische Schmuckmode hatten. Der Historismus brachte keinen eigenständigen Schmuckstil hervor. Bis zum Jugendstil herrschte ein Nebeneinander verschiedenster Stilarten (wie z.B. Zweiter-Rokoko-Stil, Neorenaissance-Stil oder altdeutscher Stil). Maschinenelemente wie Laschen oder Kolben wurden ebenso in die Mode übertragen. Man zögerte auch nicht, mehrere Stile innerhalb eines einzigen Schmuckstücks miteinander zu kombinieren.

Jugendstil
Um 1900 entstand der Jugendstil, welcher keineswegs einheitlich war. Vielmehr hat er einen ausgeprägten nationalen Charakter. In Frankreich war er naturalistischer, während er in Deutschland und Österreich als abstrakt und ornamental zu bezeichnen ist. Die Künstler der Zeit wollten nicht länger Vorbilder in der Vergangenheit suchen. Sie wollten einen unverbrauchten Neuanfang. Kunst sollte nun endlich mehr der eigenen Zeit entsprechen. So entwickelte sich eine neue und eigene Formsprache, deren schöpferische Gestaltung im Sinne eines organischen Gesamtkunstwerks betrachtet werden muss. Unbekümmert wurden teure Materialien wie Gold mit preiswerten wie Doublé oder Glassteinen kombiniert. Denn im Mittelpunkt standen vor allem die dekorative Wirkung, künstlerische Gestaltung und die handwerkliche Perfektion...

... Es wurde alles eingesetzt was das Glänzen, Schillern oder Irisieren förderte (z.B. Diamanten, Mondstein, Perlen, Aquamarin oder Opal). Wesentliche Impulse stammten aus der Natur. Jeglicher Schmuck dieser Zeit zeichnet sich durch fließende, geschwungene Linien, flächige, asymmetrische und florale Ornamente aus. Beliebte Motive waren Pflanzen (Orchidee, Schwertlilie), Tiere (Vögel, Libellen, Schmetterlinge) und das neue selbstbewusste Frauenbild (femme fatale). Die Verwendung von Email förderte zudem die fließenden Formen und das künstlerische Prinzip. Es fanden aber auch streng wirkende geometrische Grundformen Einzug in den Schmuck, die auf die 1920er Jahre weisen. Charakteristisch sind hierfür das Negligé- und Stabanhänger (Linienanhänger) mit dem sogenannten Messerdraht.

Art-Déco
Der Art-Déco-Schmuck (1920-1940) stellt mit seiner nüchternen Sachlichkeit und Extravaganz ein extremes Kontrastprogramm zu den bisherigen Epochen dar. Die Gestaltung lässt sich als geometrisch klar, präzise und abstrahierend charakterisieren. Man hatte eine Vorliebe für leuchtende kühle Farbkombinationen, reine großflächige Formen, glatte Flächen und dreieckige sowie Zickzackformen. Neben langen Ohrhängern bevorzugten die Damen Broschen. Der Schmuck passte sich der modernen Frau an. Die Frau von Welt trug nun Kleidung mit einer strengeren Linienführung und Schwarz-Weiß-Kontrasten. Die Mode wurde zudem maskuliner und sportlicher...

... Für Edel- und Glassteine entstanden neue Schliffarten wie Baguette-, Baton-, Trapez- und Quadratschliff. Neben den geläufigen Edelmetallen wurde Platin öfters als je zuvor verwendet. Platin, aber auch Weißgold, lassen die Diamanten makellos funkeln und passten damit perfekt zur sogenannten „Weißen Mode“ der 1930er Jahre. Andere Materialien wie Jet, Chrom, Jade, Ebenholz, Lackmetalle, Bakelit oder synthetische Edelsteine fanden ebenso Verwendung. Synthetische Steine wurden vermehrt eingesetzt, da sie dem Zeitgeist entsprachen. Man würdigte so die neuen technisch-wissenschaftlichen Errungenschaften. In den 1930/40er Jahren verwendete man zudem wieder vermehrt die Technik der Granulation.

Retrostil und Moderne
Hier versammeln sich alle Schmuckstücke, die nach der Zeit des Art-Déco gefertigt sind. Die Menschen entdeckten nach dem Krieg ihren Lebensmut neu und das Interesse an den schönen Dingen der Welt erwachte wieder. Da man sich erst langsam aber stetig wieder einen gewissen Standard und Reichtum erarbeiten musste, lies man meist ältere Stücke umarbeiten oder behalf sich mit Ersatzmaterialien. Daher wurden Ende der 1940er Jahre und in den 1950er Jahren meist noch Altschliffdiamanten oder Achtkantdiamanten weiter verwertet. In Europa holte man teilweise den Retro- oder Cocktailstil, der die USA in den 1930er und 1940er Jahren dominierte, nach. In den Stil fließen verschiedene Stilelemente – Art Déco, Modernismus und Maschinenzeitalter – ineinander und bilden so äußert kontrastreiche und auffällige Formen...

... Der Schmuck war großformatig, dynamisch und üppig, passend zu den Kostümen mit breiten Schultern und den relativ kurzen Röcken und den extravaganten Damenhüten. Er ging jedoch gleich in den zierlichen und naturalistischen Stil der 1950er Jahre über. Man trug nun vermehrt Naturmaterialien wie Perlen, Koralle oder Bernstein. Typisch für 1950er Jahre ist die Kombination von Gelbgold und Türkis. Broschen gehörten mit zu den beliebtesten Schmuckstücken und sie wurden bevorzugt doppelt getragen. Das Motiv der Schmuckfeder war sehr beliebt. Frauen trugen wie auch in den 1920er Jahren bevorzugt Ohrclips. Das Durchlöchern der Ohren galt bis in die 1970er Jahre als barbarisch und primitiv...

... Goldschmiede der 1940er bis 1960er Jahre orientierten sich zunehmend stark an den bildenden Künsten und es entstanden einige Schmuckstücke, die durchaus einen skulpturalen Charakter haben und als Künstlerschmuck zu bezeichnen sind. Die 1960er und 1970er Jahre erleben ein Revival des Weißen Schmucks. Es wird allerdings mehr Weißgold als Platin verwendet. Die Schmuckformen wurden strenger und geometrischer. Vermehrt wurde jetzt auch bunter Plastikschmuck getragen. Man bevorzugt nun an Stelle von Diamanten weniger wertvolle Steine. Schmuck sollte nun sowohl zum Rollkragenpullover als auch zur Abendmode passen. Es sollte dem neuen jugendlichen Frauenbild entsprechen, Frauen die sich ihrer Sinnlichkeit und Sexualität bewusst wurden und den Minirock salonfähig machten. In den 1970er Jahren dominierten abstrakte Naturformen und unregelmäßige Oberflächenstrukturen. Der Schmuck war dennoch weich und fließend. Zunehmend diente der Schmuck zur Selbstdarstellung des Gestalters wie auch Trägers.

Die 1980er Jahre erlebten eine Rückkehr zum repräsentativen und üppigen Diamant- und Edelsteinschmuck. Die Elemente Gold, Diamant und Farbstein verbanden sich zu effektiven Schmuckstücken. Dies demonstrieren die Schmuckstücke von Prinzessin Diana eindrucksvoll. Es entstanden oft witzige Entwürfe, die noch heute faszinieren. Das Image der 1980er vereinte aggressive Sexualität, romantische Schönheit, die perfekte athletische Figur und die Strenge des Business-Stil. Man kombinierte große Ohrringe, helle Ringe und breite Armbänder miteinander. Frauen dieser Zeit begannen zu verstehen, dass sie aussehen und sich kleiden konnten wie sie es wollten...

... Heute gibt es bezüglich Form, Art und Herstellung keine Grenzen mehr und kaum eine Schmuckkombination scheint ein Tabu zu brechen. Jedoch nimmt in unserer Zeit der Medien, des Individualismus, des Minimalismus, der Drang stark zu, sich mit Gegenständen und Schmuck vergangener Zeiten zu beschäftigen. Trödelshows und Flohmärkte erleben einen Boom. Vielleicht sehnen wir uns gerade in der so schnelllebigen Zeit nach mehr Sicherheit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Qualität, also nach Dingen, die einfach aufrichtig sind. Schmuck, der identitätsstiftend und nicht austauschbar, also ein Unikat, ist. Denn wer ein einzigartiges Schmuckstück trägt, der fühlt sich auch selbst ein bisschen einzigartig.

Goldschmiedewerkstatt
Häufig besteht auch der Wunsch, eine individuelle Vorstellung bezüglich eines Schmuckstücks umsetzen zu wollen. Unsere Goldschmiedemeisterin kann Ihnen dabei gern helfen, Ihr persönliches Schmuckstück zu gestalten oder gemäß Ihren Vorstellungen zu verändern. Sprechen Sie uns einfach in unserem Ladengeschäft am Stiglmaierplatz an und wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen Entwurf, der Ihrer eigenen Persönlichkeit gerecht wird und exakt auf Sie zugeschnitten ist.





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