Spielkarten

Für Sammler, Spieler und zum Kartenlegen

Spielkarten

Für Sammler, Spieler und zum Kartenlegen

Spielkarten


sind in der Regel rechteckige Kartonstücke, welche mit bestimmten Motiven und Symbolen bemalt oder bedruckt sind. Sie bieten die Basis für weltbekannte Spielsysteme und Spiele. Heute sind verschiedenste Kartenspiele längst Phänomene der großen Digitalisierung. Man findet sie in einer Vielzahl auf unseren Rechnern, Handys oder Konsolen. Kartenspiele sind nach wie vor ein fester Bestandteil unserer Unterhaltungsindustrie. Klassische Spiele wie Poker werden sogar im Fernsehen zelebriert oder auf diversen Onlineplattformen gestreamt. So schnell lassen sich die kleinen Pappkärtchen also nicht von der Bildfläche verdrängen, die ihren Ursprung in Ostasien haben.

Die frühesten Spielkarten stammen aus dem 12. Jahrhundert aus China und Korea. In Europa tauchten sie erst im 14. Jahrhundert auf. Mit den Kartenspielen, die sich rapide ausbreiteten, nahmen die Spielschulden zu, was den städtischen Obrigkeiten und der Kirche missfiel. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die ersten europäischen Erwähnungen von Spielkarten in Verboten oder eingeschränkten Spielordnungen zu finden sind. So werden sie als „Gebetsbuch des Teufels“ im Kartenspiel-Verbot von der Stadt Bern 1367 bezeichnet. In der Regel wurden Kartenspieler im Verhältnis zu Würfelspielern milder verfolgt. Fanatische Mönche wie Johannes Capistranus (1380-1456) ließen Glücksspieler auf dem Scheiterhaufen verbrennen und machten den zahlreichen Kartenmachern der Stadt Nürnberg den Broterwerb unmöglich.

Mit der Holzschnitttechnik konnten Spielkarten schneller verbreitet werden und waren so nicht mehr den höheren Gesellschaften vorbehalten. Spielkarten wurden so zu einem Exportschlager in Deutschland. Im 15. Jahrhundert übernahm Lyon eine zentrale Rolle in der Produktion ein. Und so entstand neben dem deutschen Farbensystem das nun dominierende französische.

Tarot
besteht aus einem Satz von 78 Spielkarten, die als Wahrsagekarten, aber auch zu psychologischen Zwecken herangezogen werden. Die Karten werden eingeteilt in die großen Arkana, die 22 Trümpfe (nummeriert von 0 bis 22) und in die kleinen Arkana, die 56 Farbkarten (10 Zahlen und 4 Bildkarten in jeweils 4 Farben).

Poker
mit der Zeit nimmt man die Bilder auf den Karten nicht mehr wahr. Jedoch lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn auf den Bildern verbergen sich versteckte Botschaften und historische Persönlichkeiten, die Anlass zu Spekulationen und Verschwörungstheorien geben. Im Poker setzte sich das angloamerikanische Blatt durch, während man für Skat das französische wählte. Beide Blätter unterscheiden sich nur im Design. Es fällt auf, dass der Pik-Bube, Herz-Bube und Karo-König im Profil dargestellt sind, während die anderen Figuren alle frontal abgebildet sind...

... Poker wird mit 52 Karten gespielt und man bildet mit Hilfe von fünf Karten ein Pokerblatt. Die Spieler setzen schließlich einen mehr oder weniger hohen Einsatz auf die eigene Gewinnchance der eigenen Karten(Hand). Mit dem richtigen Bluff ist es somit möglich, auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Vorläufer des Spieles war in erster Linie das deutsche Poch oder französische Poque. Um 1829 wurde das Spiel nach New Orleans gebracht und verbreitete sich Mitte des 19. Jahrhunderts über die ganze USA aus.

Skat
ist ein Kartenspiel für drei Personen, ein Strategiespiel mit Glückselementen. Das Spielen von Skat wurde als immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt. Es wurde 1820 in der Skatstadt Altenburg aus dem Spiel Schafskopf entwickelt. Man spielt Skat mit einem Blatt aus 32 Karten, bevorzugt mit dem deutschen Blatt (Eichel, Grün, Herz und Schell).

Bridge
findet man oft in der Kunst und Literatur. So wird z.B. in dem Roman von Agatha Christie „Mit offenen Karten“ der Gastgeber bei einer Partie Bridge ermordet. Das Kartenspiel scheint sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt zu haben. Man vermutet, dass der Ursprung in Russland oder der Türkei zu suchen ist. Das Kartenspiel ist ein Teamspiel für 4 Personen, in dem je zwei Spieler eine Mannschaft bilden. Genutzt wird das französische Blatt (52 Karten, ohne Joker, Kreuz, Pik, Herz, Karo).

Rommé
kann von zwei bis sechs Personen gespielt werden. Es gehört zu einer Familie von Kombinations- und Legespielen mit Karten, die aus dem mexikanischen Conquian hervorgegangen sind. Je nach Variante werden ein oder zwei Pakete französischer Karten zu 52 Blatt gespielt und jeweils ein bis zu drei Joker hinzugefügt.

Quartett
ist ein beliebtes Kartenspiel für Groß und Klein. Ziel ist es, bei dem Spiel einen Satz vier zusammengehöriger Karten zu sammeln. Ein Paket Quartettkarten besteht in der Regel aus 32 Karten, d.h. acht Quartetten. Welche der Karten jeweils ein Quartett bilden wird durch Symbole oder einem Index angezeigt. Für die Gestaltung der Spielkarten werden die unterschiedlichsten Wissensgebiete oder Abbildungen von Tieren, Märchenfiguren, Städten, bekannter Persönlichkeiten oder Politiker herangezogen. Kein Themengebiet scheint nicht schon mal auf einem Quartett abgebildet worden zu sein.